Kreuzberg Allgemein


 
 
 
 
 
 
 
Der Tempel am Kreuzberg

(364 m über NN)
   

Der Kreuzberg in Hallstadt

Anno 1838

Errichtung einer Kreuzigungsgruppe auf dem Semberg (364 m über NN). Gestiftet und Errichtet wurde diese Kreuzigungsgruppe, die heute als Tempel bekannt ist, von Familien aus Dörfleins


Anno 1890
Auf Anregung des St. Kilian Verein Hallstadt werden Bildstöcke angebracht. Auf den Bildstöcken sind die Stationen des Kreuzweges zu sehen, die das Leiden und Sterben Jesu darstellen.
Der St. Kilian Verein organisiert die Stifter der Bildstöcke und zeichnet im Wesentlichen verantwortlich für deren Aufstellung. Die Zweite Station wird aus dem Vereinsvermögen des Vereins gestiftet. In der weiteren Zukunft ist es der St. Kilian Verein, der sich um die Pflege und den Erhalt der einzelnen Kreuzwegstationen und des Tempels am Kreuzberg verdient macht.
Im Jahresablauf gibt es mehrere Bittgänge von Hallstadt und Dörfleins zum Kreuzberg,
der bekannteste und bedeutendste Bittgang ist der am Karfreitag.


In den späten 1940er Jahren wurden die Stationen des Kreuzwegs, insbesondere von den Kriegsheimkehrern liebevoll in Stand gesetzt und die Treppenanlage ausgebessert. Zum Transport verwendete man Ochsenfuhrwerke. Die Verfüllung des Weges zwischen den Treppen war eine dauerhafte Aufgabe, die mindestens einmal im Jahr erledigt werden musste. Als Füllmaterial nahm man Kohlenschlacke und Kies heran.


Im Jahr 1967
verlegt der St. Kilian Verein ein Kabel hinauf zum Tempel am Kreuzberg. Gemeinsam mit der Soldaten und Reservistenkameradschaft aus Hallstadt wird im Umgriff des Vermissten Ehrenmals ein Verteilerkasten gesetzt. Das Kreuzberglicht leuchtet fortan elektrisch und es muss nicht mehr täglich neu eine Kerze entzündet werden.


In den frühen 1980er Jahren wird das Geländer entlang der Treppen hinauf zum Tempel am Kreuzberg erneuert. Jedes Jahr in der Fastenzeit, und bei Bedarf werden vom St. Kilian Verein die laufenden Erhaltungs- und Pflegemaßnahmen am Kreuzberg durchgeführt.


2002 - 2007
Der Satz „Unner Kreuzberch ghöräd amol widdä gscheid heägrichd!“ von Ehrenmitglied Urban Wolf war der Auslöser für die Idee der Sanierungsmaßnahmen am 16. März 2002. Diese Idee griff Erster Vorsitzender Markus Zirkel auf und trug sie dem Vereinsausschuss vor, wo alle Mitglieder diese Idee mit einer positiven Grundhaltung aufnahmen.
Nach Vorlage eines Investitionsplans zur Finanzierung widmete sich die Vorstandschaft der Frage des Materialtransports am Kreuzberg. So wurde für den Transport aus eigenen Mitteln eine gebrauchter Maveco minitrac 1003 mit einer Investition von rund € 4.000 beschafft.

In der Jahreshauptversammlung am 14. März 2003 fassten die Mitglieder die Beschlüsse zu den Sanierungsmaßnahmen. Noch im Jahr 2003 wurden die ersten drei Kreuzwegstationen fachgerecht saniert. Auch das Dach des Tempels wurde neu mit Schiefer eingedeckt. Hier kamen auch schon die ersten zusätzlichen Herausforderungen, denn auch der Dachstuhl musste aufgrund des schlechten Zustandes saniert werden.

Parallel wurde auch das alte, inzwischen in weiten Teilen morsche, Treppengeländer abgebaut. Die neue Führung des Weges von der dritten Station hoch zum Tempel sollte nach den Vorstellungen der Vereinsführung, wie früher schon einmal angelegt, direkt an den Stationen des Kreuzweges vorbei führen. Mit dem Bau der neuen mehrstufigen Treppenläufe wurde dann im Herbst 2005 begonnen. Die letzten der nun 135 Treppenstufen wurden im Juni 2007 fertig gestellt.

Bereits im Sommer 2006 stellte man fest, dass sich die gesamte Tempelkonstruktion über die vordere rechte Säule erneut gesetzt hatte. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken begannen die Helfer damit, einen Ringanker mit einer Tiefe von 0,8 Meter um das bestehende Fundament zu legen. Unter den Gründungen der Säulen beträgt der Tiefgang 1,2 Meter. In drei Arbeitstagen im September 2006 wurde der Ringanker mit rund sechs Kubikmeter Stahlbeton fertig gestellt. Es erfolgte noch die Erstellung einer Stützmauer an der Südseite des Tempelvorplatzes.

Auch schloss sich die Sanierung des Deckenfreskos über der Kreuzigungsgruppe an, verbunden mit einer Sicherung des bestehenden Gemäldes. Es folgten Arbeiten am Korpus des Gekreuzigten, die Ausbesserung des Kreuzstammes und die behutsame Renovierung der beiden Figuren der Maria und des Johannes. Im Inneren des Tempels wurde ein neuer Estrich eingebracht, anschließend wurden neue Sandsteinplatten verlegt. Den Abschluss der Tempelgestaltung stellte die neue Verkleidung des Kreuzsockels dar.

Einige Kreuzwegstationen hatten im laufe der Jahre einen Überhang nach vorne oder zur Seite bekommen. Die Korrektur dieser Fehlstellungen erreichte man durch ein Setzen der Stationen IV, X, XI und XIII auf neue Fundamente. Mit einer letzten Anstrengung widmeten die ehrenamtlichen Kräfte sich der Anbringung eines neuen Treppengeländers von der dritten Station bis zum Tempelvorplatz. Rund 80 Metallschuhe konnten einbetoniert werden und rund 260 Meter Lärchenholz wurden angebracht, so dass die Wallfahrer und Wanderer immer einen Anhaltspunkt haben. Den Abschluss der Arbeiten markierten die Schönheitskorrekturen entlang des gesamten Kreuzweges auch das Säubern des Waldes.

Alles in Allem erbrachten 120 ehreamtlichen Helfer rund 6.100 Stunden Arbeit, was einer Leistung von 3,6 Mannjahren in der Industrie entspricht. 320 Tonnen Schotter, 36,2 Tonnen Kies, 11,9 Tonnen Zement, mehr als fünf Kubikmeter Wasser, 260 Meter Lärchenholz, 240 Meter Drainagerohr, rund 100 Meter Wasserabweiser aus Rohstahl und acht 12 Tonnen Humus wurden an mehr als 40 Arbeitstagen und zahlreichen Einzelarbeitseinsätzen bewegt. Der finanzielle Aufwand dieser Sanierungsmaßnahmen belief sich nach der Endabrechnung in einem Rahmen von € 50.000.

 
 


Für Spenden, die dem Erhalt des Kreuzberges dienen,
ist der St. Kilian Verein Hallstadt jederzeit dankbar.

"Vergelt’s Gott!"
   

II. Station des Kreuzwegs


„Jesus nimmt das schwere Kreuz auf seine Schultern“
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Diese Station wurde 1890 von den
Mitgliedern des St. Kilian Verein
Hallstadt gestiftet.
   

Kreuzberg - Bittgänge

Karfreitag
von Hallstadt


April
(Gelübde)
von Dörfleins


Mai
(Kreuzauffindung)
von Hallstadt
und von Dörfleins


September
(Kreuzerhöhung)
von Hallstadt